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ROMA DIE VERGESSENEN

ROMA DIE VERGESSENEN

by Fuller Alistair

Roma - Die Vergessenen Fotografien von Alistair Fuller www.alistairfuller.com Alistair Fuller verbrachte den Winter und Frühling 2004 im Auftrag der britischen Tageszeitungen The Daily Mail and The Daily Express in der Slovakei. Während dieser Zeit erstellte er eine umfassende Bildserie, die mögliche Auswirkungen und das Potenzial an Wirtschaftsflüchtlingen aus dieser Region im Zusammenhang mit der EU-Osterweiterung dokumentieren sollten. Dieses Projekt ermöglichte ihm Einblicke in die Alltagswelten und Lebensbedingungen zahlreicher Romadörfer. Eine Auswahl dieses Bildmaterials ist nun erstmals auch in Österreich zu sehen. Die Situation der Roma-Siedlungen sind sehr ähnlich. Der Mangel an Trinkwasser, Energieversorgung und weiterer grundlegender Infrastruktur bestimmt den Alltag der sozial und wirtschaftlich am Rand lebenden Menschen. Trotz dieser harten Lebensbedingungen hiessen sie Alistair Fuller willkommen und unterstützten ihn bei seiner Arbeit. VertreterInnen der Dorfgemeinschaften führten aus in welcher Hinsicht sich ihre Situation durch die Integration in die EU verbessern könnte. Allerdings müsse zur Verbesserung ihrer momentanen Situation zuerst ein fundamentales Problem gelöst werden. Die Roma wollen einerseits bessere Zukunftsausichten für ihre Kinder schaffen, andererseits lehnen sie jedoch Hilfe von Aussen als Kontrollversuche und Einmischung in interne Angelegenheiten oft ab. Finanzielle Mittel für Projekte zur Verfügung zu stellen reicht für eine Verbesserung ihrer Situation nicht aus. Solange die Gemeinschaften nicht von der Sinnhaftigkeit des Vorhabens überzeugt werden können und an der Umsetzung teilhaben, kann sich kein Erfolg einstellen. Wie alle Gesellschaften haben auch die Roma eine lange Geschichte und Tradition. Hier sind auch Erklärungen für ihre soziale und wirtschaftliche Isolation zu finden, sowie für ihr Misstrauen gegenüber staatlichen Bildungsprogrammen. Viele Roma sehen sich mit Vorurteilen seitens des Staates konfrontiert und fürchten die Sabotierung ihrer Traditionen. Einige sind jedoch der Ansicht, dass sie sich selbst in ihrer Entwicklung im Weg stehen. In Sabinov (im Osten der Slovakei) stellte der Bügermeister den gemischten Kindergarten als Beispiel für ein erfolgreiches Integrationsprogramm vor. Da sowohl slowakische als auch Roma-KindergärtnerInnen an der Betreuung der Kinder beteiligt sind vertrauen immer mehr Roma-Familien ihren Nachwuchs dieser Einrichtung an. In den letzten Jahren arbeiten immer mehr Roma-Institutionen mit der slovakischen Regierung zusammen, um die Lebensbedingungen der Roma zu verbessern und die Gemeinschaften wieder zurück in die Gesellschaft zu holen. Text Katharina Popp

 

http://www.parasite-net.eu/project/roma_die_vergessenen

 

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